SOW 2026 - die Hälfte der Wettkämpfe ist absolviert



Les Portes du Soleil sind manchmal auch gewittrig

Nomen est nicht immer Omen... denn wer am Anreisetag ein ungünstiges Timing erwischte, wurde in der Region "Portes du Soleil" mit einem Gewitter begrüsst. Dieses sorgte für eine erste angenehme Abkühlung und war bis zum Ruhetag dann auch schon der einzige Niederschlag. Dazwischen herrschte viel Sonnenschein, es gab herrliche Panoramen zu bestaunen, etliche Steilhänge zu bewältigen, viele Felsen zu umrunden, Alpenrosen zu durchqueren, Alpseen als Orientierungshilfe zu nutzen, Alpwiesen möglichst schnell zu belaufen, über viele Steine am Boden die schnellste Spur zu nutzen, Kühe im Zieleinlauf wegzuscheuchen und über die leicht französisch angehauchte Organisation nicht zu streng zu urteilen...

Dass es in einem Ski- und Downhill-Bikeparadies nicht flach sein würde, war allen gut 15 angereisten Kapreöli bewusst. Die erste Etappe, in "La Foilleuse" direkt bei Morgins augestragen, hat dieser Vorahnung dann problemlos stand gehalten. Für den einen oder die andere war es im wahrsten Sinn des Wortes ein etwas gar steiler Einstieg in die Woche, immerhin verbunden mit der Hoffnung, die steilste Etappe bereits hinter sich zu haben. Das Panorama auf die 7 Gipfel der "Dents du Midi" oder der 5 der "Dents Blanches" war es die Anreise allemal wert. Resultatmässig suchten die Kapreöli etwas ihre Form: Zwei topten-Platzierungen zum Anfang: Krisztina 8. (D50) und Sebastian L. 9. (H35).

 

Der 2.Lauf, mit der einzigen "echten" Langdistanz der Woche, war dann als Lauf nochmals eine Stufe härter und dass es lang werden könnte, durfte man der Änderungen der Maximalzeit auf 3, statt 2 1/2 h entnehmen! Die "Plaine Dranse" bot dafür dann alles was hochalpiner OL bieten kann: Zuerst einmal einen langen Anmarschweg an den Start, welcher zumindest für gewisse Kategorien bereits der strengste Teil des Wettkampfes war. Dann eine sehr gut aufgenomme Karte und ein mit seinen Wiesen, Schrattenfelsen, waldigen Partien und feinen Geländeformen sehr abwechlungsreiches Laufgebiet. Auch hier waren flache Stellen zwar dünn gesäht, aber es war nur noch an wenigen Orten ähnlich steil wie an der 1.Etappe. Alles in allem: Alpin-OL vom feinsten, nur die Gletscher haben gefehlt... Mit den tollen Bahnen verdiente sich diese Etappe zurecht den vom Veranstalter gewählten Namen "Die Himmlische"! Das Gelände hat den Kapreöli auch resultatmässig besser gefallen: Krisztina diesmal als 4. knapp am Podest vorbei. Bis fast Rennhälfte war sie noch auf Podestkurs. Röbi als 6. bei H75 hat das Podest nur um gut eine Minute verpasst!

 

Mit der 3.Etappe stand dann insofern ein Härtetest bevor, als man versuchen musste, die Strapazen der ersten zwei Etappen vergessen zu machen, um möglichst flüssig über die Mitteldistanz am "Col de Chérey" zu kommen. Mit viel mehr Wiesenpartien, keinem Wald und für fast alle Bahnen einem kräftezehrenden Schlussteil, war die Etappe einerseits recht schnell, andererseist nicht minder streng. Irgendwie konnte man die tolle (aber manchmal etwas eigenwillig aufgenommene...) Karte fast nicht geniessen... Weil die nächste Anstrengung  folgte nach dem Lauf: Ein 130m (bis Kleiderdepot) oder 200m Aufstieg, um mit der Sesselbahn ins WKZ zurückfahren zu können. Oben angekommen gönnten sich einige Kapreöli gleich einen ersten "Après-OL".

In den Platzierungen gab es den ersten Podestplatz eines Kapreöli zu feiern: Timo wird bei HE 3., Gratulation! Röbi näherte sich dem Podest weiter, diesmal mit dem 4. Platz.

Da Klubaband (neben dem in Betrieb gewesenen Tontaubenschiessstand...) bevorstand, wusste man, der Tag vor dem Ruhetag wird gemütlich enden.

Text: Mättel, Bilder: Silvan Schletti (SOW), Denis F., Anouk und Denis H., Mättel


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